Residenz-Gruppe in Weyhe-Leeste: Betriebratsvorsitzende soll gekündigt werden

Geschäftsführung der Residenz-Gruppe in Weyhe-Leeste will die Vorsitzende des Betriebsrats und des Gesamtbetriebsrats kündigen

Der Eigentümer der Residenz-Gruppe in Weyhe-Leeste wirft dem Betriebsrat eine Pflichtverletzung vor, nachdem der Beriebsrat zurecht eine sogenannte „Gesundheitsprämie“ abgelehnt hatte, bei der Krankheit bestraft werden sollte.

Die Betriebsratsvorsitzende  Kollegin Nicole Meyer setzt sich seit Jahren engagiert für ihre Kolleginnen und Kollegen ein. Gemeinsam mit ihrem Gremium schreckt sie – wenn nötig – auch nicht davor zurück, die Rechte des Betriebsrates und der Beschäftigten erfolgreich vor Gericht zu verteidigen. Zuletzt hat das Landesarbeitsgericht Bremen am 16.12.2020 eine Beschwerde des Eigentümers abgewiesen.

Die „Residenz-Gruppe“ gehört zum französischen „Orpea“-Konzern, zählt laut eigenem Bekunden zu den größten Betreibern von Pflegeeinrichtungen in Deutschland und betreibt in Bremen und Umgebung eine Reihe von Einrichtungen.

Zurecht wollen die Kolleginnen und Kollegen nicht glauben, dass die angestrebten Maßnahmen einer Laune entspringen. Vielmehr scheint es sich einerseits um einen kalkulierten Versuch der Einschüchterung und Maßregelung zu handeln und andererseits geht die allgemeine Tendenz des kapitalistischen Wirtschaftens dahin, den durchschnittlichen Lohnstandard nicht heben zu wollen, sondern zu senken.

Der „Orpea“- Konzern machte überdies bereits 2018 mit „Celenus“ in Thüringen Schlagzeilen, als Kolleginnen und Kollegen gekündigt werden sollten, die von ihrem Arbeitskampfrecht Gebrauch gemacht hatten.

 

Lasst uns diese schwierigen Zeiten solidarisch meistern. Bleibt gesund!

Muster Protest GF Residenz-Gruppe Bremen

Muster Solidaritätserkläung Residenz-Gruppe Bremen

offener Brief Kündigung BRV_orpea

PS. … noch Kein ver.di Mitglied? Nun online Mitglied werden: https://mitgliedwerden.verdi.de/beitritt/verdi