JahresRückblick 2025 I

JahresRückblick 2025 I

Ein Großkapitalist ist im Januar 2025 85 Jahre alt geworden. Otto Müller der Eigentümer von Müllermilch. Seine Erfolgsgeschichte liest sich wie im Bilderbuch. 1971 übernimmt er in dritter Generation die örtliche Molkerei in Aretsriet in Bayern mit 4 Beschäftigten von seinen Eltern. Heute ist Müllermilch ein Konzern mit 32.000 lohnabhängig ausgebeuteten Beschädigten, 21 Produktionsstandorten und einem Jahresumsatz von über 9 Milliarden Euro. Zu Müllermilch gehören ebenfalls die Marken: Weihenstephan, Sachsenmilch und Landliebe, sowie die Feinkostanbieter Nadler und Hohmann. Man sieht also Otto Müller hat es verstanden das Wolfsgesetz des Kapitalismus für sich zu nutzen und sogenannte „Mitbewerber“ zu verdrängen.

Seine pompöse Geburtstagsfeier zeigt, wenn man auf die Gästeliste der 250 Gäste schaut, wes Geistes Kind Otto Müller ist. Da steht ganz vorn AfD Chefin Alice Weidel, die Müller als seine Freundin bezeichnet. Dementsprechend fließen auch Millionen Spenden von Müllermilch an die AfD. Weidel kann sich auch in Deutschland die Einbindung von Superreichen in eine Regierung vorstellen, wie das bei Tech-Milliardär Elon Musk in den USA der Fall ist. Auf eine entsprechende Frage sagte sie jüngst im RTL-„Kandidatencheck“, sie denke da etwa an jemanden wie Theo Müller. Es gehe darum, dass sich deutlich mehr Menschen mit wirtschaftspolitischem Sachverstand und auch erfolgreiche Unternehmer im politischen Betrieb einbringen.

Das Kapital fühlt sich also schon wieder so stark, direkt als Machthaber im Kapitalismus hervorzutreten. Die Liste geht weiter mit Peter Gauweiler, als CSU-Abgeordneter erhielt der Millionen von Milliardär August von Finck der mehrfach die AfD finanziell unterstützte. Dabei auch FDP-Politiker Rainer Zitelmann, dieser veröffentlichte ein Buch über Adolf Hitler in dem er ihn als linken Revolutionär darstellt. Auch der Schweizer Herausgeber des rechten Blattes „Weltwoche“ Roger Köppel das Björn Höcke verharmlost und Rechtsextreme zu Wort kommen lässt, tummelte sich auf Müllers Geburtstagsparty. Man könnte diese Liste noch weiter führen und würde auf weitere Vertreter rechtsextremer und nazistischer Gesinnung stoßen.

Für uns sollte solch eine „harmlose“ Geburtstagsfeier bei Milliardärs ein Weckruf sein. Dokumentiert sie doch den gefährlichen Rechtsruck dieser Gesellschaft die erneut  faschistoide Merkmale zeigt. Wenn wir in die deutsche Geschichte zurückblicken sehen wir eindeutig die Parallelen. Als das deutsche Großkapital anfing Hitler und seine NSDAP zu hofieren, begannen die 12 dunkelsten Jahre der deutschen Geschichte. Also nichts mit: „Alles Müller- oder was?“  D.R.F.