In Bremen und Bremerhaven haben ver.di und Beschäftigte der Hafenwirtschaft aktuell Warnstreiks durchgeführt. Die Gewerkschaft ver.di fordert für die Kolleginnen und Kollegen eine Lohnerhöhung von 8,2 Prozent oder mindestens 2,50 Euro pro Stunde bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Die Unternehmer hatten zuletzt, wie zu erwarten war, ein Angebot von 5 Prozent unterbreitet. Die Warnstreiks betrafen, zusätzlich weitere Seehäfen wie Hamburg, Wilhelmshaven, Emden und Brake.
Die Warnstreiks der ver.di- Kolleginnen und Kollegen in Bremen haben am Montagabend und Dienstag zu spürbaren Einschränkungen beim Güterumschlag geführt. Die betroffenen Terminals in Bremen standen für 24 Stunden still, was zu Unterbrechungen im Containerumschlag führte. Die Unternehmer beklagten deutliche Auswirkungen auf den laufenden Betrieb, insbesondere in den nach Umschlag wichtigsten deutschen Häfen Bremen, Bremerhaven und Hamburg. Konkret kann gesagt werden, dass das erste Ziel, nämlich das der Güterumschlag während der Streikzeit stark reduziert oder zeitweise zum Erliegen kam, erreicht wurde. Die Bosse konnten schon mal die Kraft der Arbeiterinnen und Arbeiter spüren, weil die Beschäftigten kein Interesse daran haben, ihre Arbeitskraft billig und unter Wert zu verkaufen oder länger und intensiver zu arbeiten.
Dazu Nonni Morisse, Gewerkschaftssekretär Verdi Bezirk Bremen-Nordniedersachsen:
“Die Beschäftigten haben mit absoluter Mehrheit gesagt, dass sie damit nicht zufrieden sind. Weder mit der Laufzeit noch mit der Höhe und sie wollen, dass nachgebessert wird. Das haben wir jetzt schon durch den Streik erreicht. Die Arbeitgeber haben jetzt schon neue Verhandlungstermine für nächste Woche angeboten”.
Die Deutsche Kommunistische Partei Bremen (DKP) ist mit euch Kolleginnen und Kollegen solidarisch und unterstützt eure berechtigten Forderungen!
Wer kämpft kann verlieren – wer nicht kämpft hat schon verloren.
