
24.09.2026 – Der Bremer Senat beteiligt sich mit 202,3 Millionen Euro am militärischen Ausbau der Bremerhavener Häfen. Aus dem Kriegshaushalt kommen 1,35 Milliarden Euro.
Für den militärischen Zweck, der Verladung von Truppen und Militärgerät Richtung Osten, ist eine Bauplanung von 5 Jahren gesetzt. Insgesamt sind vorläufig 42 Baumaßnahmen geplant, wie Rangiergleise, Brücken, eine neue Feuerwache, Kajen u.a.
Häppchenweise servierten sie uns ihre kriegslüsternen Pläne: Im Novemer 2025 den militärischen Hafenausbau in Bremerhaven für 1,35 Milliarden Euro, im Frühjahr 2026 den Bau eines Beschaffungsamtes der Bundeswehr (Außenstandort Land Bremen), im September d. J. die Beteiligung Bremens mit 202, 3 Millionen Euro am militärischen Hafenausbau Bremerhavens und jetzt, wohl nicht zu guter letzt: Für den Bremer Flughaven sind Investitionen von 160 Millionen Euro auf militärisch relevante Bereiche geplant, damit Bremen eine wichtige Rolle im nächsten Angriffskrieg gegen Russland spielen kann: Diese sind, schwerlastfähige Flächen, Ausbau von Sicherheitsstrukturen, größere Logistik- und Vorfeldflächen. Ziel ist es vor allem, den Flughafen im Kriegsfall als Teil des militärischen Verlege-Netzes nutzbar zu machen.
Abgesegnet wurden diese kriegerischen und rüstungspolitischen Maßnahmen außer von SPD und Grünen in Bremen, auch von den “Linken” im Bremer Senat. Wie tief kann man nur sinken.
Aktuelle Bremer Finanzlöcher die seit August 2026 an die Öffentlichkeit gedrungen sind belaufen sich auf 270 Millionen Euro.
Darunter
– 76 Millionen Euro für Nachzahlungen bei der Beamtenbesoldung
– 28 Millionen für Sozialleistungen
– 27 Millionen Euro im Bildungsbereich
– 20 Millionen Euro aktuell und bis Ende 2028 könnten es 135 Millionen Euro bei der Gesundheit Nord (Geno) werden
– bis zu 20 Millionen Euro für die revanchistischen Feiern zur Annexion der DDR
Da die Schuldenbremse nur für die militärische Aufrüstung aufgehoben wurde, müssen alle Bremer Finanzlöcher inkl. Nachtragshaushalt 2026 in voller Höhe von allen anderen Resorts finanziert werden.
Was tut der Bürgermeister? Er gaukelt den Bürgern vor, dass es Bremen ja so gut geht, schließlich stieg das wirtschaftliche Wachstum in Bremen um 1 Prozent.
In der BREMER RUNDSCHAU Nr. 2 / 2026 schrieben wir: Alle blicken sie mit leuchtenden Augen auf das Geld: 1,3 Milliarden Euro stellt der Bund „auf Pump“ bereit, um die Bremerhavener Hafenlogistik in einen militärischen NATO-Umschlagplatz zu verwandeln. Allen voran zeigt sich Bürgermeister Andreas Bovenschulte begeistert von diesen Plänen: “Ich leugne die Probleme nicht, aber für ‘Denk ich an Bremen in der Nacht, bin ich um den Schlaf gebracht’, gibt es überhaupt keinen Anlass. Wir können bei allen Herausforderungen richtig optimistisch in die Zukunft gucken.”
Durch die in Aussicht gestellte militärische Aufrüstung in Bremen (Die Bundeswehr investiert 1,5 Milliarden Euro und “ertüchtigt” den Hafen in Bremerhaven. Maersk und Eurogate geben noch eine Milliarde dazu an Hafeninvestitionen. Die Marine baut vier, vielleicht sogar acht Fregatten in Bremerhaven und sichert dadurch ganz ganz viele Arbeitsplätze. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr für Marine und für den Weltraum kommt hier nach Bremen. Unser größter Raumfahrtkonzern OHB ist an der Börse gerade in die Reihe der 30 größten Techkonzerne aufgenommen worden. OHB hat außerdem einen Milliardenauftrag für den Bau von Satelliten gewonnen, die hier in Bremen produziert werden ) glaubt Herr Bovenschulte doch tätsächlich die finanziellen und strukturellen Probleme Bremens beseitigen zu können.
Fakt ist aber: Wer unsere Häfen militarisiert, macht unsere Region zur primären Zielscheibe in globalen Konflikten und dann ist alles nichts.
Deshalb: Der aktive Widerstand gegen die Militarisierung in unserer Region muss noch stärker werden!
